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Das Mieten eines Autos ist für die Erkundung von Florida der sinnvollste Weg, weil Sie damit unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Die Netze der öffentlichen Verkehrsmittel sind nur sehr dünn und es sind nicht alle gewünschten Punkte zu erreichen. Die Reservierung des Autos sollte bereits im Heimatland erfolgen, weil die Kosten in diesem Fall günstiger sind. Bitte achten Sie beim Abschluss des Mietvertrag darauf, dass eine Collision Damage Waiver (CDM) und eine Loss Damage Waiver (LDW) enthalten ist. Anderenfalls können Sie für Unfall- und Diebstahlschäden haftbar gemacht werden. In den angebotenen Mietpreisen für das Auto ist die ortsübliche Haftpflichtversicherung bereits enthalten. Diese Versicherung ist häufig nicht ausreichend. Es empfiehlt sich deshalb, eine additional oder Supplement Liability Insurance, die rund 40 $ pro Tag kostet, abzuschließen. Ein weiterer Kostenfaktor, der den Mietpreis des Autos beeinflussen kann, ist das Alter des Fahrers. Der Fahrer sollte mindestens 21 Jahre alt sein, um überhaupt einen Mietvertrag zu erhalten. Ist der Fahrer unter 25 Jahren alt, wird von einigen Autovermietungsfirmen ein Aufpreis berechnet. Bitte prüfen Sie in Ihrem Vertrag, ob das Mietfahrzeug vollgetankt abzugeben ist. Wenn das Fahrzeug betankt zurück gegeben werden muss, dann erledigen Sie das Tanken kurz vor der Ablieferung. Anderenfalls werden Ihnen teure Benzinkosten in Rechnung gestellt. Wenn Sie das reservierte Fahrzeug abholen, müssen Ihren Reisepass und Ihren Führerschein vorlegen. Die Vermietungsfirma überzeugt sich auf diese Weise von Ihrer Identität und Ihrer Berechtigung zum Führen eines Fahrzeugs. Außerdem ist zum Bezahlen des Mietfahrzeugs eine Kreditkarte zu empfehlen, weil sämtliche Kosten und die Kaution des Mietwagens nicht zu Lasten Ihres Bargeldes geht. Wenn Sie keine Kreditkarte nutzen, sind Sie verpflichtet Bargeld als Kaution zu hinterlegen. Dieses Geld ist eine Sicherheitsleistung für den Verlust des Fahrzeugs durch Diebstahl oder Unfall. Nach diesen ersten Hürden steht der Entdeckung des Staates Florida nichts mehr im Wege. Die verfügbaren Mietfahrzeuge haben alle eine Klimaanlage, Servolenkung und Automatik, so dass das Fahren ein wahres Vergnügen ist.
Wenn Sie ein Auto für Ihren Aufenthalt in Florida gemietet haben, prüfen Sie zunächst sorgfältig, ob die Vermietungsfirma für den Pannenfall Verhaltensregeln festgelegt hat. Ist dies der Fall sein, halten Sie sich bitte an diese Regeln, um Probleme mit der Fahrzeugversicherung zu vermeiden. Außerdem enthalten diese Verhaltensregeln häufig auch eine Notruf-Nr für den Pannenfall. Sind von die Mietwagenfirma keine eigenen Regeln vorgesehen, verhalten Sie sich bitte wie folgt:
· Stellen
Sie Ihr Fahrzeug an dem Straßenrand ab, den Sie am besten und · Schalten Sie unbedingt die Warnblinkanlage an und warten Sie unbedingt auf die Polizei.
· Die
Polizei können Sie entweder mit Ihrem Handy über 911 erreichen, wenn Sie ein
· Über
den Notruf wird die zuständige Polizei-Station informiert und kommt
Ihnen zur
· Sollten
Sie die zentrale Notruf-Nr. nicht erreichen können, so rufen Sie Ihre eigene
Die Einkaufszentren und Supermärkte haben ihre eigenen Kundenparkplätze, die kostenfrei genutzt werden dürfen. In den Zentren der großen Städte und am Strand sind nur begrenzt Parkplätze vorhanden und häufig mit Parkuhren versehen. Die Parkgebühren sind unterschiedlich und können von 25 ct bis zu einem 1 $ je Stunde variieren. Wenn Sie einen Parkplatz mit Parkuhr gewählt haben, ist es zu empfehlen, die Parkdauer genau einzuhalten. Parkzeitüberschreitungen können sehr teuer werden. Neben den Geldstrafen für die Parkzeitüberschreitung kennen die Amerikanern die Strafmaßnahme des Parkriegels und das Abschleppen. Diese Maßnahmen werden wesentlich konsequenter angewendet als in Deutschland. Bitte beachten Sie dies. Sollten keine Parkplätze vorhanden sein, so dürfen Sie Ihr Fahrzeug auch am Straßenrand abstellen. Aber es gelten einige wichtige Regeln, die unbedingt zu beachten sind, wenn Sie keine Strafe riskieren wollen: · Unbedingt ein Parkverbot und die angezeigten Zeiten beachten · Mindestens 3 m Abstand von einem Hydranten einhalten · Keinesfalls an Bushaltestellen und Ausfahrten halten oder parken · Bordstein rot gestrichen: absolutes Halteverbot · Bordstein gelb/schwarz gestrichen: Ladezone, nur um Be- und Entladen · Bordstein blau gestrichen: nur für Behinderte
Straßenbezeichnung und Streckenführung Die Straßenführung in den Vereinigten Staaten ist einfach zu verstehen. Die Bezeichnung der Straßen ist nahezu einheitlich und leicht zu merken. Sie finden sich häufig sogar ohne Straßenplan zurecht, wenn Sie einige kleine Hinweise beachten. Die Straßenzählung startet im Stadtzentrum an einer senkrechten und einer waagegerechten Straße. Dieses Straßenkreuz teilt eine Stadt in vier Quadranten, die Sie in der Straßenbezeichnung wiederfinden. Die Straßen in Nord-Südrichtung heißen gewöhnlich Avenue und besitzen ungerade Zahlen, während die Straßen in Ost-Westrichtung gerade Zahlen und den Namen "Street" führen. Je nachdem, in welchem der vier Quadranten sich der Straßenabschnitt befindet, wird der Straßenbezeichnung eine „Positionsbestimmung“ angehängt, z. B. 3. Avenue SE bedeutet, dass die Avenue im süd-östlichen Stadtquadranten zu finden ist. Zur Orientierung werden die Straßenbezeichnungen auf grünen Straßenschildern, über den Kreuzungen hängend, angezeigt. Außerdem finden Sie an den Highways und vor Kreuzungen von bedeutenden Verkehrverbindungen weiße oder auch blaurote Straßenschilder mit der Bezeichnung und der Richtungsangabe des Highways, z. B. I-95 South (Interstate 95 in südlicher Richtung). Auf diesen Straßenschildern wird auch angegeben, ob die gewählte Straße gebührenpflichtig ist. In diesem Fall steht unter der Straßenbezeichnung „Toll“. Solche Straßen sind privat finanziert. Die Unterhaltung und Reparatur wird vom Betreiber sichergestellt, der dafür eine Mautgebühr von 1-5 $ erhält. Die Gebühr wird entweder als Pauschale berechnet, z. B. bei Brücken und Tunneln, oder nach den gefahrenen Meilen. Der Florida-Turnpike ist eine Mautstraße und führt von Miami nach Orlando. Sobald Sie auf den Turnpike auffahren, passieren Sie eine Mautstation. Dort bezahlen Sie für die erste Teilstrecke z. B. 1 $. Nach einigen Meilen kommen Sie zu einem weiteren Kontrollpunkt. Dort können Sie den Turnpike verlassen oder Sie fahren weiter und bezahlen für das nächste Teilstück. Diese Verfahrensweise geht bis Orlando so weiter und die Fahrt kostet für 200 Meilen (entspricht 300 KM) von Miami bis Orlando rund 25 $. An den großen Fernstraßen in den Vereinigten Staaten gibt es ungefähr alle 80 Meilen einen bewachten Rastplatz, der rund um die Uhr geöffnet hat. Diese Rastplätze liegen meist in der Mitte zwischen den beiden Fahrbahnen und werden stets von der linken Fahrspur angefahren. Dieses "links abbiegen" auf der Autobahn ist gewöhnungsbedürftig, genauso wie "rechts überholen". In Amerika ist das erlaubt. Bitte beachten Sie das bei Ihrer Fahrt. Die Amerikaner sind zwar sehr umsichtige Autofahrer, aber zum Schutz vor Unfallfolgen, Polizei etc. sollten auch Sie sehr aufmerksam fahren.
In den Vereinigten Staaten gelten leicht abweichende Geschwindigkeitslimits, die Sie kennen sollten. Innerhalb einer Ortschaft gilt eine Geschwindigkeit von 20 bis 30 mph (miles per hour). Dieses Limit wird in der Nähe von Schulen auf 15 mph abgesenkt. Die letztgenannte Geschwindigkeitsbegrenzung ist unbedingt einzuhalten, anderenfalls drohen empfindliche Strafen. Auf den außerörtlichen Schnellstraßen dürfen Sie zwischen 50 und 70 mph fahren. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung ist konsequent einzuhalten. Eine zu langsame Fahrweise - unter 40 mph - als auch Raserei - mehr als 70 mph - werden bestraft. Das Nichtbeachtung des Geschwindigkeitslimits kann bis zu 150 $ kosten. Die Highway Patrol überprüft die Einhaltung der Tempolimits mittels Radarkontrollen. Verstärkt wird die Highway Patrol durch Zivilpatrouillen. Diese sind schwer zu erkennen und provozieren Sie manchmal zu Geschwindigkeitsvergehen. Bitte lassen Sie sich nicht provozieren und halten Sie die erlaubten Tempolimits - insbesondere in Baustellen und Gefahrenzonen - unbedingt ein.
Als routinierter Autofahrer werden Sie mit den Verkehrsregeln bestens vertraut sein. Es gibt allerdings einige kleine Unterschiede in den Vereinigten Staaten, die Sie unbedingt kennen und befolgen sollten, um keine Probleme mit der Streifenpolizei zu bekommen. Es herrscht genau wie in Europa Gurtpflicht für Fahrer und Beifahrer. Für die Mitnahme von Kindern ist ein Kindersitz vorgeschrieben und zu benutzen. Außerdem besteht Helmpflicht für Motorradfahrer, auch wenn diese sich nicht immer daran halten. Die wichtigste Verkehrsregel, die Sie auch aus Ihrem Heimatland kennen sollten, ist das Fahren unter Alkoholeinfluss. In Amerika herrscht absolutes Alkoholverbot und Sie werden sofort verhaftet, wenn nur der Verdacht besteht, dass Sie Alkohol getrunken haben. Eine weitere wichtige Verkehrsregel ist das Vorbeifahren an Bussen. Wenn ein Bus auf einer einspurigen Straße hält, dann muss der Verkehrsfluss auf beiden Fahrspuren stoppen, bis der Bus wieder anfährt. Bei mehrspurigen Fahrbahnen darf der Bus im Schritttempo passiert werden. In den Vereinigten Staaten gibt es häufig Kreuzungen mit dem Hinweis 4-ways. Dieser Hinweis bedeutet, dass an dieser Kreuzung vier gleichberechtigte Straßen aufeinander treffen. Es hat immer der erste Fahrer, der die Kreuzung erreicht das Vorfahrtsrecht. Bei gleichzeitigem Ankommen gilt rechts vor links. An einer Ampelkreuzung, die für die Geradeaus-Spur „rot“ anzeigt, dürfen Sie trotzdem nach rechts abbiegen, wenn der Verkehr dies zulässt. Wenn Sie unsicher sind, bleiben Sie stehen und warten auf die Ampelschaltung. Wenn an einer Ampel das Schild „No turn on red“ steht, dürfen Sie keinesfalls bei „rot“ nach rechts abbiegen. In diesem Fall müssen auf das grüne Ampelsignal warten. Bei einem gelben Licht über einer Kreuzung dürfen Sie vorsichtig, den Gegenverkehr beobachtend weiterfahren. Blinkt ein gelbes Licht im Bereich einer Schule, dann sollten Sie besonders aufmerksam mit maximal 15 mph dort vorbeifahren. In Europa ist das Überholen nur auf der linken Spur erlaubt. Das gilt in den Vereinigten Staaten nicht. Dort dürfen Sie beidseitig überholen. Es ist daher unbedingt erhöhte Aufmerksamkeit beim Überholen geboten. Der
Spurwechsel über einen doppelten gelben oder weißen Strich zwischen den
Fahrspuren ist nicht erlaubt. In diesem Fall gilt: keep lane – halten Sie
die Spur.
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