Alkohol und
Spirituosen
Die Amerikaner haben zu
Alkohol und Spirituosen ein etwas gespaltenes Verhältnis. Es handelt sich
nach ihrer Auffassung um eine Droge und aus diesem Grund werden empfindliche
Strafen verhängt, wenn ein Kraftfahrer alkoholisiert von der Polizei oder
Highway Patrol angetroffen wird.
Bei einer Polizeikontrolle
ist es ausreichend, wenn eine geöffnete Flasche alkoholischer Getränke im
Auto gefunden oder in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Aus diesem Grund
verpacken die meisten Geschäfte, in denen Alkohol und
Spirituosen verkauft werden, die Flaschen stets in einer undurchsichtige
Papptüte und erst anschließend in eine Tragetüte.
Alkoholhaltige Getränke
wie z. B. Bier und Wein können Sie in Supermärkten kaufen. Likören oder
andere harte Spirituosen können Sie nur in speziellen Geschäften erwerben,
weil für diesen Verkauf strenge gesetzliche Vorschriften gelten. Diese
Geschäfte erkennen Sie an der Bezeichnung „Liquor“ oder „Spirits“.
Es ist unbedingt zu
empfehlen, in der Öffentlichkeit den Alkohol- oder Bierkonsum zu vermeiden.
Auch das Trinken aus einer papptüten umhüllten Flasche ist nicht sinnvoll,
weil nahezu jeder Amerikaner weiß, was dieses Verhalten bedeutet.
Der Wein- und Bierkonsum
ist in Bars und Restaurants selbstverständlich erlaubt, allerdings sollten
Sie genau wie in Deutschland für die Heimfahrt einen nicht alkoholisierten
Fahrer bestimmen.
Ein weiterer sehr streng
gesehener Punkt ist, dass Alkohol in den Vereinigten Staaten erst ab 21
Jahres gekauft und konsumiert werden darf. Daher kann es sein, dass Sie bei
einem sehr jugendlichen Aussehen in Bars und Geschäften nach Ihrem Ausweis
gefragt werde.
Angelscheine
Florida ist
ein Paradies für Sportangler. Es gibt sowohl die Möglichkeit in den Flüssen als auch auf
hoher See zu angeln. Für beide Angelvarianten benötigen Sie eine
entsprechende Erlaubnis, die Sie in vielen Bootshäfen, Fischereigeschäften
und manchmal auch in der lokalen Finanzbehörde erhalten.
Für das Angeln von
Salzwasserfischen z. B.
Marline oder
Snapper können Sie in den jeweiligen
Bootshäfen entsprechende hochseetaugliche Boote anmieten inklusive der
erforderlichen Ausrüstung.
Apotheken (pmharacies)


Apotheken und ihre Waren unterscheiden sich stark von dem,
was Sie aus Deutschland kennen. Frei
verkäufliche Medikamente wie z. B. Kopfschmerz- oder allgemeine Schmerzmittel
können Sie häufig in so genannten Drugstores wie z. B. Walgreens o. ä.
kaufen, aber auch Supermärkte bieten diese Medikamente im beschränkten
Rahmen an.
Wenn Sie allerdings
verschreibungspflichtige Medikamente benötigen oder eventuell eine Beratung
wünschen, dann werden Sie häufig in den hinteren Teil dieser Geschäfte
gewiesen. Dort werden an kleinen Tresen die entsprechenden
verschreibungspflichtigen Medikamente verkauft bzw. eine kurze Beratung
durchgeführt.
Eine weitaus bequemere Methode seine Medikamente einzukaufen
und abzuholen, ist der so genannte Drive-Through-Schalter, den Sie bei vielen Apotheken finden. Dort fahren Sie
direkt mit dem Auto an das Apothekenfenster und tätigen den Kauf.
Bitte lesen Sie die Beipackzettel der freiverkäuflichen
Medikamente genau durch, weil die Präparate wie z. B. „Aspirin“ nicht unbedingt auch den Wirkstoff und die
aus Deutschland bekannte Dosierung und Wirkung haben müssen. "Aspirin" ist ein Wirkstoff, der in diversen Schmerzmitteln verwendet wird,
und ein Kopfschmerzmittel.
Frei verkäufliche
Medikamente sind in Amerika häufig in größeren Verpackungseinheiten
erhältlich und gleichzeitig günstiger als in Deutschland. Daher
sollten Sie prüfen, inwieweit ein Vorratskauf und Mitnahme dieses
Medikaments nach Deutschland sinnvoll ist.
Banken
Die
folgenden Banken sind in Florida vertreten und können für die Servicedienst
wie z. B. Geld wechseln und Ankauf von Traveller Cheques in Anspruch
genommen werden:
AmSouth
Bank of America
SunTrust
First Union National Bank
Die
Banken haben meist von 9 bis 17 oder 18 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser
Öffnungszeiten stehen Ihnen Auszahlungsautomaten zur Verfügung. Diese finden
Sie nicht in separaten Geschäftsräumen sondern meist an der Außenfassade des
Bankgebäudes.
Diese
Automaten sind nicht besonders gesichert und überwacht. Achten Sie bitte auf
die Umgebung, während Sie Geld abheben. Bitte heben Sie nicht zuviel Bargeld
ab nur weil Sie Gebühren sparen wollen. Sie sind mit viel Geld eine
willkommene Beute für Diebe, die sich in der Umgebung von solchen Automaten
aufhalten könnten.
„Benzin“ in den Vereinigten Staaten
Den
Begriff Benzin gibt es in den USA nicht. Dort kennt man nur den Begriff
„Gas“ oder „Gasolin“. Das was die Deutschen unter „Gas“ verstehen, ist in
Amerika „Propan-Gas“. Daher werden Sie bei Ausdruck „Gas“ immer zu einer
Tankstelle gewiesen.
Die
folgenden Benzinsorten sind in den Vereinigten Staaten verfügbar: Regular,
Plus und Premium. Diese Sorten entsprechen Normal, Super und Super Plus in
Deutschland. Für die Mietwagen, auch für Wohnmobile, ist „Regular“
ausreichend.
In den Vereinigten Staaten wird der Pkw-Kraftstoff nicht in
Litern verkauft, sondern in Gallonen. Eine Gallone entspricht etwa 3,8 Liter
und kostet zurzeit rund 3 $ pro Gallone (Stand 2005). Der Preis pro Gallone
wird von jeder Tankstelle groß angezeigt und kann von Tankstelle zu
Tankstelle – auch innerhalb einer Tankstellenkette - stark variieren, weil
eine Preisbindung nicht existiert. Wenn Sie also nicht mit dem
letzten Tropfen fahren, lohnt es sich, auf den Hauptverkehrsstraßen ein
wenig entlang zu fahren, um die preisgünstigste Tankstelle zu suchen.
Bitte
beachten Sie, dass es in ländlichen Gegenden weniger Tankstellen gibt. Sie
sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit bei einer Überlandfahrt immer
ausreichend Betriebsstoff im Tank haben.
Doline

Bei Dolinen handelt es sich
um Bodensenken, die durch das Einbrechen und Einstürzen von Kalkhöhlen im
Untergrund entstehen. Im positiven Fall kündigt sich der Einbruch einer
Doline durch langsames Absenken des Bodens an, so dass die Menschen sich
rechtzeitig in Sicherheit bringen können.
In Florida
kam es 1981 zu einem spektakulären Einbruch einer solchen Kalkhöhe. In dem
90 m breiten Einbruchskrater sind damals 6 Autos und ein Haus versunken.
Eintrittspreise
Nahezu
alle Museen, Naturparks und auch andere Attraktionen kosten Eintritt. Die
Höhe des jeweiligen Eintritts ist abhängig von der Größe und Attraktivität
der Sehenswürdigkeit. Die unten beschriebenen Besucherattraktionen sind
äußerst gepflegt und gut bewacht, so dass die geforderten Eintrittspreise
gerechtfertigt sind.
Die
großen Attraktionen in Orlando – die Parks von Walt Disney World und
Universal-Studios – sind sehr teuer, bieten allerdings auch die meisten
Unterhaltsattraktionen. Sie können sich einen ganzen Tag in einem der Parks
aufhalten und haben trotzdem noch nicht jede einzelne Attraktion ausprobiert. Außerdem finden
jeden Abend z. B. in Walt Disney World Feuerwerke und Lasershows statt, die
so einen unterhaltsamen Tag abrunden.
Die
festgesetzten Eintrittspreise können mit Gutscheinen und Ermäßigungscoupons
aus Werbebroschüren meist um 1-2 $ oder einen Prozentsatz wie z. B. 10 %
reduziert werden.
Außerdem
lohnt es sich, stets an der Kasse nach Ermäßigungen für Kinder, Studenten
und Senioren zu fragen. Was die einzelnen Parkinhaber unter diesen Begriffen
verstehen, ist unterschiedlich. In dem einen Entertainmentpark gelten
Seniorenpreise ab 55, während in einem anderen diese Grenze bei 60 Jahren liegt.
Aber
überall gilt: Have Fun! – Amüsieren Sie sich.
Esskultur
Zum
Thema Essen in Amerika gibt es viel zu sagen. Aufgrund der vielen
unterschiedlichen Einwanderergruppen können in jeder Stadt neben dem
American Food auch viele andere kulinarische Genüsse gekostet werden.
Die Nähe
zu Kuba und der Karibik macht Lust auf die kubanische und die karibische
Küche. Außerdem wird in Florida in den Restaurants sehr häufig Fisch und Sea
Food (Meeresfrüchte) angeboten. Aber auch die typischen amerikanischen Steakhäuser sind an
allen Straßenecken vertreten.
Das
Rindfleisch in den Steakhäusern ist sehr zu empfehlen. Es ist häufig mit
starken Fetträndern durchzogen und stammt von amerikanischen Rindern, die
weniger überzüchtet sind als in Deutschland.
Eine
weitere Besonderheit z. B. beim Diner ist, dass zu jedem Gedeck
standardmäßig ein Salat gereicht wird. Diese Salatportion ist mit einem großen
Salatteller in Deutschland vergleichbar und Sie müssen ihn nicht separat
bezahlen!
Bei den
Menüprotionen müssen Sie sich in Amerika etwas umgewöhnen. Diese sind im
Vergleich zu Deutschland um einiges größer und können leicht zu
Gewichtsproblemen führen, wenn Sie neben den Hauptmahlzeiten auch noch
Kaffee und Kuchen und andere Naschereien essen.
Als
Getränk zum Essen gibt es meist Kaffee oder Wasser, wie Sie möchten. Es ist
üblich, dass Sie häufig nur den ersten Becher oder
das erste Glas bezahlen. Alle späteren Nachfüllungen am Tisch sind häufig
kostenfrei.
Selbstverständlich können Sie in Restaurants auch Wein und Bier bestellen.
Beim Wein werden Sie keine Unterschiede feststellen. Allerdings kann es
Ihnen in einigen Gaststätten passieren, wenn Sie Bier für mehrere Personen
bestellen, dass Ihnen ein großer Krug mit mehreren Gläsern auf den Tisch
gestellt wird. Sie bedienen sich dann selbst, in dem Sie das Bier in die
Gläser umfüllen.
Fernsehen und Radio
In jedem Hotel- oder
Motelzimmer ist ein Fernsehengerät vorhanden. Außerdem haben die meisten
Zimmer Kabelanschluss, so dass Sie aus vielen Programmen auswählen können.
Die Kabelprogramme in
den USA sind spartenweise organisiert. D. h. es gibt Kanäle auf denen
ausschließlich Science Fiction oder Western gesendet werden. Außerdem gibt
es spezielle Nachrichtensender wie z. B. CNN.
Neben den
Kabelprogrammen gibt es auch normale Fernsehprogramme. Diese senden häufig
nur
Spielshows, Seifenopern und Talkshows.
Im Radio gibt es meist
leichte Unterhaltung sowie Nachrichten und Kultursendungen.
Flughäfen
Die wichtigsten
Flughäfen in Florida sind Miami International Airport, Orlando International
und Tampa Airport. Diese Flughäfen erreichen Sie von Europa meist mit
Direktflügen.
Kleinere Flughäfen sind
derzeit nur mit einem Zwischenstop auf einem großen Flughafen zu erreichen.
Die wichtigsten
Liniengesellschaften, die die obigen Flughäfen anfliegen sind Lufthansa,
American Airlines, Delta Airlines, British Airlines, Swiss, Air France und
KLM. Charterflüge werden überwiegend von LTU abgewickelt.
Um möglichst günstige
Flüge zu bekommen, lohnt es sich einige Hinweise zu beachten.
Innerhalb der Ferienzeit sind die Flüge meist erheblich teure als
außerhalb, dies gilt besonders für Dezember
Flüge, die
innerhalb der Woche durchgeführt werden, sind günstiger
als am Wochenende.
Gleichzeitige
Buchung von Hin- und Rückflug ist kostengünstiger als ein
One-Way-Ticket.
Außerdem sollten
Sie als Individualreisender möglichst früh buchen.
Bei der
Halbinsel Florida handelt es sich um den südlichsten Staat des Festlandes
der Vereinigten Staaten. Florida liegt in etwa auf der Höhe der West-Sahara.
Der Staat erstreckt sich zwischen dem 24. und dem 32. Breitengrad und
liegt damit in der vorherrschenden Nordost-Passat-Zone.
In der Höhe
des 30. Breitengrads treffen die subtropischen Luftmassen mit den Luftmassen
aus den gemäßigten Zonen zusammen und es kommt häufig zur Entstehung von
großen Tiefdruckgebieten, die sich auch zu Wirbelstürmen entwickeln können.
Die schlimmste Form dieser Wirbelstürme sind Hurrikans.
Aufgrund der
subtropischen Lage hat Florida eine relativ stabile Wetterlage ohne große
Temperaturschwankungen. Der meiste Regen fällt im Sommer,
der Hurrikansaison, in kurzen heftigen Schauern. Während des Winters bleibt
es meist trocken.
An der
nördlichen Staatsgrenze von Florida schließen sich die Südstaaten Georgia
und Alabama an. Die nächsten Landmassen im Süden der Halbinsel sind die
Karibikinseln Kuba, Haiti und die Dominikanische Republik. Im Atlantik
östlich von Florida befinden sich die Bahamas, die in einer Tagesreise per
Schiff zu erreichen sind.
Gesetzliche
Feiertage
Zu den
gesetzlichen Feiertagen zählen:
1. Januar Neujahr
3. Montag im Januar Martin Luther King Day
3. Montag im Februar Presidents’ Day
letzter Montag im Mai Memorial Day
4. Juli Independence Day
1. Montag im September Labor Day
2. Montag im Oktober Columbus Day
1. Dienstag im November Election Day
11. November Veterans Day
4. Donnerstag im November Thanksgiving
25. Dezember Weihnachten
Kein
gesetzlicher, aber trotzdem ein gefeierter Gedenktag:
17. März St. Patricks-Day
Hotels
Der
entscheidende Unterschied zu deutschen Hotels ist, dass ein Hotel in den USA
nur dem Zweck der Übernachtung dient. Sie werden äußerst selten Hotels
finden, die Halb- oder Vollpension anbieten. Auch das Frühstück gehört nur
in einigen Hotels zum Service.
In
normalen Mittelklassehotels wird meist nur ein Continental Frühstück
bestehend aus Toast mit Butter und Marmelade sowie Kaffee und Donuts
geboten. Frischkäse und Früchte sind nur in Ausnahmefällen vorhanden. Wenn
Sie Glück haben, ist dieser Service im Übernachtungspreis enthalten und muss
nicht separat bezahlen werden.
Eine
bessere Alternative sind die großen Restaurantketten wie z. B. Shonney’s,
die Frühstücksbuffets anbieten. Meistens ist die Auswahl in diesen
Restaurantketten recht vielfältig und der Preis stimmt auch.
Für die
restlichen Mahlzeiten des Tages - Lunch und Diner – empfehlen wir
gleichfalls den Besuch von Restaurantketten, weil die Auswahl und die
täglichen Sonderangebote vielfältiger sind. Eine preisgünstige Verpflegung
ist in diesem Fall möglich.
Die Ausstattung der Hotels in den Vereinigten Staaten ist
nicht mit dem Standard in Deutschland vergleichbar. Sie finden in den
amerikanischen Hotels teilweise Ausstattungen, die in Deutschland
nicht angeboten werden.
Die
Ausstattung eines Mittelklasse-Hotelzimmers mit einem Bügelbrett und dem dazugehörenden
Bügeleisen ist normal, so dass Sie Ihr eigenes Reisebügeleisen getrost zu
Hause lassen können. Ferner gehört es zum Standard, dass in den Zimmern eine
Kaffeemaschine mit ausreichend Kaffeepulver und Tassen (Plastik) vorhanden
ist. In jedem Zimmer ist ein Fernseher verfügbar sowie eine Spielkonsole.
Die Klimaanlage ist gleichfalls Normalausstattung. Eine solche
Komplettausstattung ist in Deutschland nur in gehobenen Hotels verfügbar.
Hurrikan
Bei Hurrikans handelt
es sich um tropische Wirbelstürme, die sich in subtropischen Breiten in dem
Zeitraum vom 1. Juni bis zum 30. November eines jeden Jahres bilden.
Die Hurrikans
entstehen über Warmwassergebieten, wenn die Luft sich mit Wasser voll
saugt. Es bilden sich Gewitterwolken, die aufgrund des Luftdrucks und der
Erdrotation zu wirbeln beginnen und in die höheren Luftschichten aufsteigen.
Je länger
sich der Wirbelsturm über dem offenen Meer dreht, umso mehr Kraft kann er
entwickeln. Er bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 70 KM/h über
das Meer.
Die Drehgeschwindigkeit
der Luftmassen innerhalb des Wirbels liegt bei mindestens 119 KM/h. Je höher
die Drehgeschwindigkeit des Wirbels ist, desto gefährlicher ist der
Hurrikan.
Bei Hurrikans werden 5
Stärken unterschieden. Die Stufe 5 ist die Gefährlichste. Die Luftgeschwindigkeit dieser Stufe
beträgt mehr als 249 KM/h. Diese hohen
Wirbelgeschwindigkeiten kann der Hurrikan nur über dem Meer beibehalten.
Die Hurrikans treffen
am häufigsten an der Südost-Küste, den Keys, der Westküste, den
Everglades sowie dem westlichen Panhandle auf das Festland von Florida.
Sobald der Hurrikan die
Küste des Festlandes erreicht, verringert sich seine Geschwindigkeit. Die
Schäden, die durch einen Wirbelsturm verursacht werden, entstehen weniger
durch die hohen Windböen sondern durch die nachfolgenden Flutwellen.
Sollten Sie sich in der
Hurrikansaison in Florida aufhalten, dann sind die folgenden Regeln
im Falle eines Wirbelsturms wichtig und unbedingt zu befolgen:
Als erstes erfolgt der
Hurrikanalarm. D. h. es werden Warnungen über Fernsehen und Rundfunk
gesendet, dass ein Wirbelsturm in den nächsten 24 Stunden das Festland
treffen wird. Die Flughäfen in der betreffenden Gegend werden geschlossen
und das National Hurrican Center informiert über die weiteren Maßnahmen über
eine Hotline.
Die zweite Stufe ist
die Evakuierung der betroffenen Gebiete. Die Notstandsbeamten informieren
über die Lokalsender, welche der ausgezeichneten Straßen für die Evakuierung
zu nutzen sind. Wenn Sie zur Evakuierung aufgefordert werden, dann suchen
Sie einen der ausgewiesenen Hurricanshelter auf und bleiben Sie dort, bis
Entwarnung gegeben wird.
Die letzte Stufe ist
die Entwarnung. Wenn der Hurrikan sich auflöst oder in ein anderes Gebiet
weiterzieht, wird Entwarnung gegeben. Die Menschen können in ihre
Häuser zurückkehren. Aber bitte bleiben Sie trotzdem aufmerksam. Abgerissene
Stromleitungen und Überflutungen können zu Unfällen führen.
Information vor Ort
In allen größeren Orten in
Florida gibt es die Convention Visitor Büros. Diese Büros haben sich die
Förderung des lokalen Tourismus zum Ziel gesetzt. Dort bekommen Sie
Informationsmaterial zu den einzelnen touristischen Sehenswürdigkeiten.
Neben den Flyern
zu den einzelnen touristischen Attraktionen können Sie dort auch Couponhefte
bekommen. In diesen Couponheften, die entweder monatlich oder
vierteljährlich veröffentlicht werden, wird auf saisonale Veranstaltungen
hingewiesen und Sie können sich Ermäßigungscoupons z. B. für den Eintritt in
den beworbenen Besucherattraktionen ausschneiden.
Zusätzlich gibt es in den
Gemeinden auch noch die Chamber of Commerce. Dabei handelt es sich
vorwiegend um eine Kontaktstelle für Geschäftskunden, die an
Wirtschaftsinformationen interessiert sind.
Intercoastal Waterway
Beim Intercoastal
Waterway handelt es sich um einen natürlichen Kanal, der von Maryland bis
nach Key West an der Ostküste der Vereinigten Staaten entlang führt. Dieser
natürliche Kanal ist nicht sehr tief und kann daher nur von Schiffen mit
geringem Tiefgang befahren werden.
An besonders
flachen Teilstücken ist dieser künstliche Kanal ausgebaggert worden, um die
Nutzung für die gesamte Länge sicher zu stellen.
Der Zugang zu diesem
Wasserweg erfolgt über die so genannten Inlet, die in unterschiedlichen
Abständen an der Ostküste zu finden sind. Schiffe, die innerhalb des
Kanals fahren, können dort die offene See erreichen oder von der offenen See
in den schützenden Kanal wechseln.
Zur Überquerung des
Intercoastel Waterway von den vorgelagerten Inseln zum Festland existieren
diverse Brücken, die unterschiedlich konstruiert sind. Es gibt festgebaute
Brücken, die eine festgelegt Höhe haben. Solche Brücken können nur passiert
werden, wenn die Boote keinen oder einen einklappbaren Segelbaum haben.
Sollte das Boot nicht
so ausgestattet sein und einen festen Segelbaum besitzen, so kann ein solches
Schiff nur außerhalb des Kanals fahren oder muss einen Weg mit einer
Klappbrücke nutzen.
Klappbrücken sind in
Florida sehr verbreitet. Es gibt Klappbrücken, die nach einem festen
Zeitplan geöffnet werden und die Durchfahrt für die Segelboote erlauben. Der
Autoverkehr wird während der Öffnung der Klappbrücke unterbrochen und muss
warten.
Bei weniger
frequentierten Klappbrücken muss die Öffnung der Brücke beim Brückenwart
angefordert werden. In diesem Fall muss das Schiff solange warten, bis die
Brücke geöffnet wird. In der übrigen Zeit bleiben diese Brücken ständig für
den Autoverkehr geöffnet.
Kreditkarten
Das meistgenutzte Zahlungsmittel in den
Vereinigten Staaten sind Kreditkarten. Die meistgenutzten Kreditkarten sind
VISA, American Express, Mastercard und Diners Club.
Kreditkarten werden für die Begleichung
sämtlicher Verpflichtung genutzt, auch für kleinste Beträge. Eine weitere
Möglichkeit der Kreditkartennutzung ist die Hinterlegung von
Sicherheitsleistungen für Autos und Hotels.
Diese Sicherheitsleistung belastet Ihr
Kreditkartenlimit. Sie sollten daher darauf achten, dass bei Barzahlung des
Autos oder des Hotels die Blockierung des Kreditkartenlimits wieder
aufgehoben wird. Anderenfalls erschöpfen Sie Ihr Kreditkartenlimit zu
schnell.
Öffnungszeiten
In
Florida
ist aufgrund des angenehmen subtropischen Klimas und der immergleichen
Sonnenscheindauer – zwischen 7 und 9 Stunden täglich – der
Lebensrhythmus entsprechend angepasst. Die Ladenöffnungs- oder
Betriebszeiten werden daher flexibler gehandhabt als in Deutschland und
weichen stark von den deutschen ab.
In kleinen
Shops, die nicht unbedingt in einer Touristengegend liegen, enden die
Öffnungszeiten meist schon gegen 17 Uhr. An den Strandpromenaden dagegen
können Sie häufig auch noch gegen 21 oder 22 Uhr einkaufen.
Bei großen
Geschäften, die häufig in Einkaufspassagen liegen, können Sie von 8 bis 21
oder sogar bis 22 Uhr einkaufen.
Lediglich
Banken und Behörden haben einen strengeren Zeitrahmen, der meist von 9 bis 17
Uhr reicht.
Bei
Restaurantbesuchen ist eine kleine Besonderheit zu beachten: Restaurants
öffnen bereits gegen 17 Uhr für das Dinner – Abendessen – und locken mit
entsprechenden Angeboten z. B. early Bird oder Happy Hour für diese
Essenzeiten. Allerdings schließen diese Restaurants häufig bereits um
21 oder 22 Uhr, so dass Nachtschwärmer zu später Stunde nur noch in
FastFood-Ketten etwas zu essen bekommen.
Die
Naturschutzparks sind häufig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.
Bei den Vergnügungsparks in Florida können die Öffnungszeiten saisonal und
aufgrund von Veranstaltungen und Feiertagen variieren. Über diese Zeiten
werden Sie entweder an der Kasse oder durch separate Infoflyer in den Parks
unterrichtet.
An den
öffentlichen Feiertagen sind die Naturschutzparks und die Vergnügungsparks
häufig geschlossen.
Pestkontrolle
Für
einen Deutschen ist es schwer nachzuvollziehen, wenn vor einem Hotel ein
Fahrzeug der Pestcontrol steht. In Florida ist das aber vollkommen
normal. Es gibt eine gesetzliche Vorschrift, nach der jeder Inhaber
eines Hotels oder Restaurants in festgelegten Abständen den Kammerjäger
durch seine Lokalität führen muss.
Aufgrund
des subtropischen Klimas sind Mücken, Schwebfliegen und ähnliche kleine
Tierchen nicht immer aus den Räumen fern zu halten. Bei den
Routinekontrollen der Pestcontrol werden in sämtlichen Zimmern die
Ritzen an den Fenster, den Türen und dem Fußboden mit einem entsprechenden
Insektenmittel abgesprüht.
Diese
kleinen Krabbler sind nicht gefährlich sondern nur lästig und leider nicht
vollständig aus den Zimmern zu verbannen. Sollten Sie während Ihres Urlaubs
Selbstversorger sein, ist es zu empfehlen, dass Sie Ihre Lebensmittel
weitestgehend in verschlossenen Behältnissen aufbewahren und den Kühlschrank
nutzen.
Politik
In Florida gibt es ein 2 Kammern Regierungssystem. Es besteht aus einem Senat, der
aus 40 Politikern besteht und dem House mit 120 Mitgliedern. In diesen
beiden Kammern werden die Staatsgesetze von Florida beschlossen.
Der Staatslenker ist
der Governor, der mit seinem Kabinett die innerstaatlichen Belange führt.
Der Staat Florida war
bis vor einigen Jahren politisch eher den Demokraten zu geneigt. Heute sind die
Republikaner in der Mehrheit. Das zeigt sich deutlich an dem
heutigen Governor, Jeb Bush, der ein Verwandter des heutigen Präsidenten ist.
Im Wahlkampf ist
Florida einer der wichtigsten Staaten, weil der Staat Florida viele
Einwohner besitzt und damit viele Wählerstimmen in eine Präsidentenwahl
einbringen kann.
Post
Die
Öffnungszeiten der Post sind wochentags und samstags meist von 9 bis 17 Uhr.
An amerikanischen Feiertagen wie z. B. Martin Luther King Day am 3. Montag
im Januar sind die Postämter geschlossen.
In den
Postämtern und Postläden erhalten Sie neben Briefmarken und Schreibwaren
auch Verpackungsmaterial in großer Auswahl. Sollten Sie dringend Briefmarken
für Ihre Urlaubspost benötigen, so können Sie die Marken auch in Drugstores
und an Automaten kaufen. In seltenen Fällen bieten auch Hotels einen
Briefmarkenservice an.
Briefe
und Postkarten, die auf dem Landweg bzw. Seeweg befördert werden benötigen
meist Wochen, um ihren Zielort zu erreichen. Bei Luftpost verkürzt sich die
Zustellzeit auf 5-10 Tage. Diese Postlaufzeiten sind erklärbar, weil die
Beförderungsart unterschiedlich ist. Außerdem wird Inlandspost stets
vorrangig bearbeitet. Auslandspost muss warten.
Um
seine Brief- und Paketsendungen schneller ans Ziel zu befördern, gibt es die
Möglichkeit des Priority oder Express Versands, der aber extra zu bezahlen
ist.
Bitte
achten Sie darauf, dass Sie Ihre Postsendungen in den richtigen Briefkasten
werfen, weil der Falscheinwurf zur Beförderungsverzögerung führt. Die
„normale“ Post gehört in den blau lackierten Briefkasten, während die
Priority und die Express Post in die blau-silbernen Kästen einzuwerfen ist.
Neben
der amerikanischen Post können Sie für die Beförderung von Paketen auch
Kurierdienste wie z. B. UPS oder FedEx beauftragen. Bitte erkundigen Sie
sich vorher nach den entstehenden Kosten und wählen Sie das günstigste aus.
Reiseversicherungen
Sollten
Sie im Urlaub krank werden oder einen Unfall haben, dann kann das für Sie
teuer werden und Ihre Urlaubskasse sehr belasten. Die Krankenversicherung,
die in Deutschland Ihre Kosten übernimmt, ist in diesem Fall nicht in der
Leistungspflicht.
Um diese
Unsicherheit zu umgehen, empfiehlt es sich, in Deutschland vor Reiseantritt
eine Auslandskrankenversicherung abzuschießen. Die Kosten für eine solche
Versicherung sind meist abhängig von der Aufenthaltsdauer im Ausland sowie
von den versicherten Risiken. Das Krankheits- und das Unfallrisiko sollte
mindestens mit 1 Mio. versichert werden, um einen ausreichenden Schutz für
die Krankheitskosten sicherzustellen.
Neben den
Krankheitskosten sollten Sie auch Ihr Reisegepäck versichern, denn Koffer
können leicht auf dem Flug verloren gehen. Die Reiserücktrittsversicherung
ist gleichfalls ein Muss, damit ein unerwarteter Krankheits- oder
Unglücksfalls vor der Reise nicht dazu führt, dass Sie einerseits den Urlaub
nicht antreten können und andererseits die Reisekosten trotzdem zahlen
müssen.
Diese
Versicherungen können Sie häufig bei der Reisebuchung im Reisebüro für eine
relativ geringe Gebühr abschließen.
Der
Abschluss der Versicherung schützt Sie nicht davor, die anfallenden Kosten
vor Ort bezahlen zu müssen, aber Sie erhalten gegen Vorlage der Rechnungen
bei der Versicherungsgesellschaft die angefallenen Kosten ersetzt.
Wenn Sie
eine Kreditkarte besitzen, dann prüfen Sie bitte die
Kreditkartenbedingungen. Häufig enthalten die jährlichen
Kreditkartengebühren bereits einen Beitrag zu den obigen Versicherungsarten,
so dass Sie damit ausreichend abgesichert sind.
Restaurant
In
manchen Restaurants schließt die Küche um 21 oder 22 Uhr. Rufen Sie deshalb
zuerst an, wenn Sie um diese Zeit oder später essen möchten.
Bei einem
Restaurantbesuch in Florida sind einige kleine Details zu beachten:
Um allen
Angestellten eines Restaurants oder einer Bar nahezu gleiche Chance zur
Steigerung ihres Verdienstes zu gewähren, ist es nicht üblich, dass ein Gast
eigenmächtig im Restaurant Platz nimmt. Aus diesem Grund steht
häufig am Eingang ein Schild „Wait to be seated.“ Neben diesem Schild am Eingang
gibt es häufig einen Tresen, an dem die jeweiligen Tischplätze
zugewiesen werden. Die einzelnen Angestellten, die an den Tischen
bedienen, werden so gleichmäßig mit der Betreuung der Gäste ausgelastet.
Die
Empfangsperson am Eingang begleitet den Gast zu seinem Tisch. Für diesen
Service des Platzanweisens wird in gehobenen Restaurants ein Tipp erwartet.
Nachdem Sie Platz genommen haben, werden Sie ausschließlich vom zuständigen
Servicepersonal des Tisches betreut.
Im
Falle, dass nicht ausreichend Servicekräfte zur Verfügung stehen, um die
Betreuung eines Gastes zu gewährleisten, wird der Gast zunächst an der Bar
platziert, bis ein betreuter Tisch frei wird.
Der Grund
für dieses Verfahren ist, dass der Angestellte in einem Restaurant oder
einer Bar nur einen geringen Grundlohn erhält. Je nachdem wie freundlich und
zuvorkommend er „seinen“ Gast betreut, desto höher wird auch das zukünftige
Trinkgeld ausfallen. Dieses Trinkgeld für ihn keine Zubrot sondern ein Gehaltsbestandteil. Der
Angestellte ist daher sehr daran interessiert, dass Sie sich als Gast wohlfühlen
und dass Sie mit dem Essen, Getränken und vor allem mit seinem
Service zufrieden sind. Er wird Sie daher häufiger nach Ihren Wünschen
fragen, als Sie es von Deutschland gewöhnt sind.
Spezialitäten
Neben dem Fastfood hat
Florida noch viele andere kulinarische Spezialitäten zu bieten.
Florida ist
ein Land, das für seine Orangen geschätzt wird. Sie erhalten als
Willkommensgetränk eine Glas frisch gepressten Orangensaft im Visitor Center
am Highway, wenn Sie auf einer der Hauptverkehrsstraßen von Norden nach
Florida einreisen.
Neben den Orangen werden in Florida auch Kumquat, Papayas, Kiwi und
Limonen angebaut. Die Früchte werden häufig in Fruchtcocktails oder in
Süßspeisen angeboten. Eine besondere Spezialität ist der Key Lime Pie, den
Sie überall auf den Key und in der Lime Pie Factory in Key West erhalten
können.
Aufgrund der
geografischen Lage wird in Florida auch viel Fisch und Seafood gegessen.
Eine Spezialität in Florida ist die Stone Crab Claws – Scheren des
Steinkrebses – die von Oktober bis April gefangen werden. Nur in dieser Zeit
wird diese Spezialität angeboten.
Außerdem frittieren die
Floridaner gern. Sie können alle kleinen Fleisch- und Fischhappen frittiert
mit scharfer Sauce bekommen. Wer nicht auf frittierte kleine Happen steht,
kann auch Spare Ribs oder Steaks in allen Variationen bekommen.
Den neugierigen
Floridabesuchern empfehlen wir einen Ausflug in die kubanische oder
karibische Küche. Die dort servierten Gerichte bestehen meist aus
frittiertem Rindfleisch und Kochbananen sowie schwarzen Bohnen und Reis.
Sprache
Die Landessprache in
den Vereinigten Staaten ist bekanntermaßen englisch. Allerdings gibt es
einige kleine Unterschiede zum britischen Englisch, dass die meisten von uns
in der Schule gelernt haben.
Die amerikanische
Aussprache ist in der Betonung breiter, während das britische Englisch sehr
nasal gesprochen wird.
Neben der Aussprache
gibt es auch Unterschiede in der Bezeichnung von Gegenständen. Ein Lastwagen
heißt z. B. truck während die Engländer ihn als lorry bezeichnen. Weitere
geläufige Ausdrücke sind elevator statt lift oder auch excuse me statt
pardon.
Auch wenn Ihr Englisch
nicht perfekt ist und Sie vielleicht die geläufigen Ausdrücke verwenden,
werden Sie die Amerikaner bestimmt dennoch verstehen.
Die Vereinigten Staaten
von Amerika sind ein Einwanderungsland, daher sind Sie nicht die einzigen
Fremden, die mit der Sprache Schwierigkeiten haben. Außerdem sind die
Amerikaner aufgrund ihrer langen Einbürgerungsgeschichte an nicht ganz
fehlerfreie Sprache gewöhnt und schätzen Ihr Bemühen, sich der Landessprache
anzupassen.
Stromspannung
Für
Weltenbummler immer ein leidiges Thema: die Stromspannung. In Deutschland
haben wir eine Spannung von 220 Volt und besitzen daher häufig
Elektrogeräte, die auch nur diese Stromspannung nutzen können.
Sollten
Sie zu den Vielreisenden gehören, dann empfiehlt sich die Anschaffung von
umschaltbaren Elektrogeräten wie z. B. Lockenstab und Rasierapparat und ein
entsprechender Adapter.
Die
Mitnahme von Reisebügeleisen und Fön ist nicht unbedingt erforderlich, weil
in vielen Hotels solche Geräte zur Standardausrüstung gehören und den Koffer
nur unnötig beschweren.
In
Deutschland haben unsere Stecker 2 dicke runde Dioden, die in die Steckdose
greifen. Während in Amerika häufig 2 schmale dünne, senkrechte Dioden und
manchmal zusätzlich eine dritte Diode in der Mitte darunter erforderlich
ist. Sollte die dritte Diode an Ihrem Adapter fehlen, dann kann es
passieren, dass der Adapter nicht richtig funktioniert und das Aufladen
eines Akkus länger dauert als erwartet.
Um
diesen Problemen zu entgehen, ist ein Multiadapter eine gute Lösung, der
auch in anderen Teilen der Welt zu nutzen ist. Dieser Multiadapter kann
mittels kleiner Schieberegler auf den jeweiligen landesüblichen Steckdosetyp
angepasst werden.
Tanken
Beim
Tanken ist die folgende Besonderheit zu beachten:
Sie können an einer Zapfsäule entweder mit Kreditkarte oder Bar im
Tankstellenladen bezahlen. Wollen Sie mit Kreditkarte bezahlen, dann können
Sie diese direkt an der Zapfsäule einstecken und tanken. Das ist am
einfachsten und Sie bekommen Ihren Tank auch garantiert voll.
Sollten
Sie allerdings Barzahlung bevorzugen, so werden Sie zunächst in den
Tankstellenladen gehen und den von Ihnen gewünschten Bargeldbetrag für die
Tankfüllung bezahlen müssen, bevor die von Ihnen gewählte Zapfsäule zum
Tanken freigegeben wird. Nachteil dieses Tankverfahrens ist, dass der Tank
eventuell nicht ganz voll wird. Das verfügbare Fassungsvermögen des Tanks
ist nur schwer schätzbar. Sollten Sie zuviel gezahlt
haben, bekommen Sie Ihr Geld selbstverständlich zurück.
Auch bei
dem Tankvorgang ist häufig etwas Umgewöhnung erforderlich. In Deutschland wird
die Zapfpistole entnommen und der Tank befüllt. An den amerikanischen
Tankstellen ist nach der Entnahme der Zapfpistole zunächst noch ein
Sperrmechanismus zu betätigen. Dazu ist die so genannte „nozzle“ – ein
Riegel unter der Zapfpistole – nach unten zu klappen und erst dann wird der
Kraftstoff in den Tank strömen. Zum Beenden des Tankvorgangs geht es
anders herum: zunächst die „nozzle“ nach oben klappen und dann die
Zapfpistole einhängen.
Telefonkarten
In den Vereinigten Staaten
können Sie Prepaid-Telefonkarten kaufen. Diese Karten kosten 10, 20 oder 40
$ und beinhalten dann zwischen 100 bis 600 Telefonminuten. Die Minutenanzahl
bezieht sich auf Inlandstelefonminuten. Wenn Sie mit diesen Telefonkarten
ins Ausland z. B. Deutschland telefonieren, wird ein höherer Minutenpreis
fällig und die Telefonzeit wird stärker reduziert als bei Inlandsgesprächen.
Zur Benutzung der
Telefonkarte gehen Sie wie folgt vor:
Sie wählen als erstes die
Telefon-Nr., die auf der Rückseite angegeben ist. Diese beginnt immer mit
1-800- gefolgt von der individuellen Telefon-Nr. der Telefongesellschaft.
Nach der Einwahl werden Sie
von einer mechanischen Telefonstimme begrüßt, die Ihnen das verfügbare
Telefonguthaben mitteilt. Danach werden Sie gebeten, die Pin ein zu geben.
Die Pin-Nummer der jeweiligen Karte ist beim Kauf abgeklebt und muss zunächst frei gerubbelt werden. Sie geben zunächst die Pin ein und
wählen anschließend die
gewünschte Telefon-Nr.
Wenn Sie Gespräche in den
Vereinigten Staaten oder Kanada führen, dann wählen Sie 1+Vorwahl-Nr.+ Telefon-Nr. Bei diesen Gesprächen handelt es sich um günstige
Inlandsgespräche (domestic).
Für Internationale Gespräche
beginnen Sie mit den Ziffern 011+Landeswahl+Vorwahl Deutschland,
anschließend folgt die Durchwahl.
Ein Beispiel für Deutschland:
01149+511+1234567.
Eine gute Möglichkeit Geld
zu sparen, ist der Kauf einer befristeten oder unbefristeten SIM-Card in
Deutschland mit einer amerikanischen Telefonnummer. Sie sparen in diesem
Fall nicht unerhebliche Kosten bei den Roaminggebühren.
Sie erreichen das Angebot
in dem Sie auf das Symbol "Cellion" klicken.

Telefonnutzung
Sie können von jedem Telefon
im Hotel sowohl Ortsgespräche – local call - als auch Ferngespräche –
longdistance call – führen. Diese Gespräche im Hotel sind meistens sehr
teuer. Außerdem ist ein entsprechender Code, der auf dem Telefon steht und
von Hotel zu Hotel variieren kann, zu wählen. Erst dann ist die gewünschte
Verbindung möglich.
Um Geld zu sparen, empfiehlt
sich die Nutzung einer Prepaid Telefonkarten, die von den verschiedenen
Anbietern verfügbar sind. Diese Karten erhalten Sie meist an Tankstellen und
in vielen Geschäften wie z. B. Walgreens sowie in den Supermärkten an der
Kasse.
Die Benutzung der
Telefonkarten ist sowohl in den Hotels als auch an den vielen öffentlichen
Telefonzellen möglich. Die Nutzung der Telefonkarten hat den Vorteil, dass
Sie kein Kleingeld zum Telefonieren benötigen.
Wichtige Telefonnummer:
Für ernsthafte Notfälle steht
Ihnen eine zentrale Rufnummer zur Verfügung, die 9-1-1. Alle eingehenden
Notrufe werden über diese Nummer koordiniert und es wird Ihnen die benötigte
Hilfe – Polizei oder Krankenwagen – bereitgestellt.
Viele Unternehmen in den USA
haben kostenfreie Servicehotlines, die mit einer Vorwahl 800 oder 888
beginnen. Bei Nutzung einer solchen Hotline übernimmt das angerufene
Unternehmen die Kosten für das Telefonat.
Die Auskunft für das Festnetz
ist in Florida über die Service-Nr. 4-1-1 zu erreichen. Für Mobiltelefon mit
dem AT&T-Netz lautet diese Nummer 6-1-1.
Die kostenlose Auskunft
USA-weit erreichen Sie unter 1-800-555 1212. Um die Auskunft für eine
bestimmte Stadt zu erreichen, wählen Sie bitte 1-Stadtvorwahl-555 1212.
Für die Deutschen ist auch
die zentrale Rufnummer für das Sperren von Kreditkarten ganz wichtig.
Sie lautet 116 116 in Deutschland.
Selbstwählverbindung sind über die Vorwahl 01149 (Deutschland) und die
entsprechende Telefon-Nr. ohne führende 0 möglich. Die Nummer für die
Schweiz lautet 01131 und für Österreich 01143.
Für
Vieltelefonierer in die USA ist mit Blick auf die Telefongebühren die
Nutzung einer Telefon-Flat-Rate zu empfehlen. Diese Flat-Rates werden zu
unterschiedlichen Preisen für Privat- bzw. Businessnutzer angeboten.
Wir
haben für Sie ein solches Angebot herausgesucht. Sie erreichen den Anbieter
in dem Sie auf das nachstehende Icon "Host Europe" klicken:
Trinkgelder – ein Ausdruck der Servicezufriedenheit
In
Deutschland ist das Trinkgeldes für den Service in den jeweils ausgewiesenen Speise- und Getränkepreisen zu
einem bestimmten Prozentsatz enthalten. Ein zusätzliches Trinkgeld am Tisch
ist in diesem Fall ein Zubrot für den Angestellten.
In den
Vereinigten Staaten stellt sich das ganze etwas anders dar: Der Angestellte
in einem Restaurant oder einer Bar erhält nur einen geringen Grundlohn und
je nachdem wie freundlich und zuvorkommend er „seinen“ Gast betreut, desto
höher wird auch das zukünftige Trinkgeld ausfallen. Der Angestellte ist
daher sehr daran interessiert, dass Sie sich als Gast wohl fühlen und dass Sie
mit dem Essen, Getränken und vor allem mit seinem Service zufrieden sind. Er
wird Sie daher häufiger nach Ihren Wünschen fragen, als Sie es von
Deutschland gewöhnt sind.
Um allen
Angestellten eines Restaurants oder einer Bar nahezu gleiche Chance zur
Steigerung ihres Verdienstes zu gewähren, ist es üblich, dass der Gast im
Restaurant platziert wird. Um dieses sicherzustellen, steht häufig am
Eingang ein Schild „Wait to be seated.“
Das Empfangspersonal an diesem Schild begleitet Sie zu einem
freien Tisch. Für diesen Service wird in gehobenen Restaurants ein Tipp
erwartet.
Die
zentrale Verteilung der ankommenden Gäste sorgt dafür, dass die einzelnen Angestellten, die an den Tischen bedienen,
gleichmäßig in der Betreuung der Gäste ausgelastet werden.
Sollte
Ihnen der angebotene Tisch nicht zusagen, können Sie selbstverständlich nach
einem anderen fragen.
Im dem
Falle, dass nicht ausreichend Servicekräfte zur Verfügung stehen, um eine
umfassende Betreuung eines Gastes zu gewährleisten, werden Gäste zunächst an der Bar platziert, bis ein entsprechend betreuter Tisch frei wird.
Der
Vorteil für den Gast liegt in der aufmerksamen Kundenbetreuung und für den
Angestellten besteht die Möglichkeit durch einen guten Service ein gutes
Trinkgeld zu verdienen.
Bitte
beachten Sie beim Bezahlen der Rechnung, dass das Trinkgeld 15-20 % des
Rechnungsbetrages (ohne Steuern) beträgt. In Amerika ist es üblich, dass die
Preise und damit der Rechnungsbetrag zunächst netto ausgewiesen und die
Steuern in einer separaten Position darunter stehen. Diese Rechnungsstellung
ist in Deutschland
meist nur üblich, wenn ein Gast aus steuerlichen Gründen eine Rechnung
verlangt.
Bitte
bezahlen Sie das Trinkgeld immer in bar, auch wenn Sie die Rechnung per
Kreditkarte bezahlen. Sie erleichtern den Servicekräften damit die Arbeit
bei der Abrechnung mit der Restaurantleitung.
Neben den
Kellnern in den Restaurants und Bars sind auch alle anderen
Servicekräfte auf Trinkgelder angewiesen. Die jeweilige Trinkgeldhöhe hängt
von der geleisteten Tätigkeit ab.
So bekommt
z. B. ein Taxifahrer ca. 15 % des Fahrpreises als Trinkgeld. Auch im
Schönheitssalon werden 15% Tipp für Friseur, Maniküre und Massage erwartet.
Für einen Bellman/Doorman, zu Deutsch Gepäckträger, sind 1 $ pro Gepäckstück
angemessen, während das betreuende Zimmermädchen ca. 1,50 $ pro Person und
Tag bekommt.
Eine
weitere Servicedienstleistung, die häufig bei angesagten Clubs oder Bars
angeboten wird, ist das Valet-Parking. Diese Dienstleistung erkennt man
häufig an einem Schild am Gehsteigrand. Auf dem Schild ist die jeweilige
Parkgebühr für ein Auto vermerkt. In diesem Fall fahren Sie an den
Straßenrand, steigt aus dem Auto und übergeben den Wagenschlüssel mit der
Parkgebühr und einem Trinkgeld – 2 $ - an den Profiparker. Als Pfand für die
spätere Autorückgabe erhalten Sie eine Marke.
Bitte
achten Sie darauf, dass Sie stets ausreichend kleine Scheine im Portemonnaie
haben. Münzen werden außer in Restaurants nicht so gern genommen.
Wenn Sie
das Trinkgeld nicht der betreffenden Person persönlich in die Hand geben
können, dann deponieren Sie das Trinkgeld an einer gut sichtbaren Stelle auf
dem Tisch. Nur in diesem Fall dürfen die Servicekräfte das Geld nehmen.
Übrigens
gibt z. B. in einigen guten Hotels eine nette Geste: es liegt z. B. auf dem
Fernsehgerät oder auf dem Tisch ein kleiner Umschlag, in den Sie das
entsprechende Tipp legen können, um alle Unklarheiten zu vermeiden
Trinkwasser
Das Leitungswasser in den
Vereinigten Staaten ist genau wie in Deutschland mal mehr oder weniger
schmackhaft. Im Unterschied zu Deutschland ist das Trinkwasser in den USA
erheblich stärker gechlort. Der sehr starke Chlorgeruch, der schon bei der Wasserentnahme
festzustellen ist, schränkt den Appetit auf dieses Wasser
stark ein.
Als Alternative empfehlen
wir das in allen Supermärkten angebotene Trinkwasser. Es wird direkt an der
Quelle abgefüllt und schmeckt sehr gut. Das Wasser erhalten Sie in
unterschiedlichen Verpackungsgrößen von einem Liter bis zu einer Gallone,
das sind knapp 4 Liter.
Der Einkauf eines
Gallonenkanisters ist vorteilhaft, weil dieser häufig billiger ist und einen
entsprechenden Portionierungshahn besitzt, der das Abfüllen in Gläser und
kleinere Flaschen erleichtert.
Verhalten in Florida
Florida
ist aufgrund seines angenehmen subtropischen Klima ein begehrter
Altersruhesitz innerhalb der Vereinigten Staaten. Genau wie die Vögel im Winter
zieht es ältere Menschen in diesen südlichsten Staat auf dem Festland.
Im
Gegensatz zu manch anderem Volk haben die älteren Menschen in Florida Zeit
bzw. nehmen sich Zeit. Dieses Zeitempfinden ist überall zu fühlen und wird
auf die Umwelt übertragen. D. h. die meisten Menschen, ob alt ob jung, sind
sehr entspannt und passen ihr Verhalten den klimatischen Verhältnissen an.
Als Folge davon sind die meisten Menschen sehr höflich, freundlich und
ausgeglichen.
Auf der
anderen Seite aber auch sehr konservativ. Als Tageskleidung sind Shorts und
T-Shirt überall, auch in Strandbars, erlaubt. Sich oben ohne am Strand zu
sonnen, ist aber strengstens verboten. Dieses Verbot wird sogar mit
Hubschraubern überwacht und kann bei Nichtbeachtung zu empfindlichen Strafen
führen.
Als
weiteres wichtiges und streng zu beachtendes Verbot ist das Fotografieren in
öffentlichen Gebäuden. Zu diesen zählen sämtliche Regierungs- und
Staatsgebäude sowie Theater, Konzerthallen, Museen und Clubs. Die Amerikaner
befürchten das Ausspähen von den Begebenheiten in diesen Gebäuden, die dann
von Terroristen oder ähnlichen Straftätern für ihre Verbrechen genutzt
werden. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Sie fotografieren dürfen,
dann fragen Sie bitte beim Aufsichtspersonal nach.
Außerdem
darf in Bussen, Zügen, Taxis sowie in öffentlichen Gebäuden nicht geraucht
werden. In Restaurant sind meist separate Raucherzonen eingerichtet.
Zeitung
Die bekanntesten
lokalen Zeitungen an der Südostküste sind der Miami Herald (spanische
Ausgabe El Heraldo) und die SunSentinel in Fort Lauderdale.
Als überregionale
Zeitungen werden Sie hauptsächlich die USA Today und die New York Times in
Südflorida erhalten. Ausländische Zeitungen erhalten Sie in gut sortierten
Buchläden und großen Zeitungskiosken.
Die Zeitungen werden
häufig in so genannten Aufstellern an den Straßen verkauft. Sie werfen das
geforderte Geldstück in den Zeitungsbehälter ein und entnehmen dann die
Zeitung.
Zeitzonen in Florida
Die
Hauptzeitzone in Florida ist Eastern Time, d. h. wenn es in Frankfurt 15 Uhr
nachmittags ist, dann ist es z. B. in Miami erst 9 Uhr am Morgen.
Eine
weitere Zeitzone beginnt im Bereich von Apalachicola. Diese Stadt liegt an
der Golfküste ca.
100 KM westlich von Tallahassee, der Hauptstadt von Florida. Diese Zeitzone hat Central Time und der Zeitunterschied zu
Deutschland beträgt dort 7 Stunden.
Unabhängig
von diesen beiden Zeitzonen gibt es auch in Florida Sommerzeit. Diese gilt
vom 1. Sonntag im April bis zum letzten Sonntag im Oktober. Die Uhren
werden genau wie in Europa um 1 Stunde vor gestellt. Auswirkungen auf die
Zeitdifferenz zwischen Europa und die Vereinigten Staaten gibt es nur
für den Zeitraum, wenn in Deutschland bereits Sommerzeit gilt und in den
Vereinigten Staaten noch nicht. Dieser Fall tritt jedes Jahr beim Beginn der
Sommerzeit ein, weil Deutschland bereits Ende März auf Sommerzeit wechselt.
Das Ende der Sommerzeit ist in beiden Ländern gleich.